GREEN EAF

GREENEAF (Sustainable EAF steel production) (2009 – 2012)

Projektförderung: RFCS – Vertrag Nr. RFSR-CT-2009-00004
Projektkoordinator: Ferriere Nord S.p.A.
Projektpartner: Centro Sviluppo Materiali S.p.A. (Italien); Deutsche Edelstahlwerke GmbH (Deutschland); Imperial college (Großbritannien); Stahl- und Walzwerk Marienhütte GmbH (Österreich); Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Deutschland); TecnocentroEng srl (Italien)

Hauptziel des Projekts GREENEAF war es, im Lichtbogenofenzyklus fossile Kohle und Erdgase teilweise oder ganz durch Holzkohle und Biogas zu ersetzen, die durch Biomassevergasung (land- und forstwirtschaftliche Abfälle) hergestellt werden.

Die Erforschung der für die Verbrennung im Lichtbogenofen zu verwendende Biomasse hatte schon im Projekt BIOSTEEL (2007-2008) begonnen.

Für alle Nutzungsarten von Holzkohle (Staub oder Grieß mit geeigneter Körnung) wurden der Beginn der Vergasung, der mechanische Teil, die etwaige Brikettierung, die Beförderung in den Lichtbogenofen usw. untersucht.

Das Biogas wird in den Ofenbrennern verwendet.

Die vielen Vorteile, die von diesem Materialwechsel erwartet werden, bestehen darin, dass eine andere Energiequelle eingesetzt wird (Reduktion der CO2-Emissionen und daraus folgende Kostensenkung, bedingt durch den Handel mit Emissionszertifikaten) und dass erneuerbare Energien genutzt werden (Wiederverwertung von ansonsten ungenutzten landwirtschaftlichen Abfällen, Entwicklung eines Produktionsprozesses und Nutzung von Kohle für die Stahlindustrie, die auch in anderen Bereichen oder Unternehmen mit ähnlichen Eigenschaften zur Anwendung kommen kann).

Wichtig ist dabei auch die Tatsache, dass lokale Produktionsquellen von Brennstoffen aus Biomasse mit entsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden.

Derzeit wird in einem neuen europäischen Forschungsprojekt, GREENEAF 2, die Nutzung von Biomasse für die Verbrennung im Lichtbogenofen unter Berücksichtigung einiger in früheren Studien aufgekommener, praktischer Aspekte fortgesetzt.

GREENEAF (Sustainable EAF steel production)