Umwelt

Home » Nachhaltigkeit » Umwelt

 

Eindämmung von Emissionen für jeden der Umweltaspekte (Luft, Wasser, Boden, Lärm, Emissionen, Abfall), rationelle Ressourcennutzung, Management von Produktionsanlagen zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltauswirkungen: Dies sind die Ziele, die die Pittini Gruppe durch einen ständigen Forschungs- und Innovationsprozess verfolgt. Es ist kein Zufall, dass 1995 das „Zero Waste“-Prinzip als Produktionsrichtlinie übernommen wurde, ein tugendhaftes Beispiel für die Kreislaufwirtschaft. Zero Waste bedeutet, dass in der Pittini Gruppe bei der Herstellung von Stahl kein Abfall entsteht. Die Abfallmaterialien werden wiederverwertet und recycelt, um Abfall zu reduzieren und neue Einsatzmöglichkeiten zu schaffen. Zero Waste wurde von zwei weiteren Projekten begleitet: Zero Waste Water (ZWW) und Zero Waste Energy (ZWE) – mit dem Ziel, den Wasser- und Stromverbrauch zu senken.

Zero Waste

Die Produktion im Lichtbogenofen (EAF – Electric Arc Furnace) beginnt mit der Sammlung von Eisenschrott, einem vollständig recycelten Abfallmaterial aus Gütern, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Der Schrott wird geschmolzen und in einer Stranggussanlage weiterverarbeitet. Durch die Aktivität des Schmelzofens entsteht ein Produktionsrückstand – die Schlacke, die nach dem Abkühlen aufgewertet und in ein zu 100 % recyceltes Produkt umgewandelt wird. Das daraus resultierende Produkt ist unter dem Warenzeichen Granella® eingetragen und wird anstelle von Basalt oder Porphyr natürlichen Ursprungs beim Bau von Straßenbelägen mit hoher Haftung und Sicherheit verwendet. Aktuell werden rund 300.000 Tonnen Granella® pro Jahr anstelle von Materialien verwendet, die sonst aus Steinbrüchen gewonnen werden müssten.

Zero Waste Water

Zero Waste Water zielt darauf ab, eine maximale Wiederverwendung von Wasser durch die Einführung eines Umkehrosmoseverfahrens zu gewährleisten – mit dem zusätzlichen Effekt, dass die Wasserentnahme von Brunnen und die Abwassermenge verringert werden. In Stahlwerken und Warmwalzwerken wird beispielsweise das zur Kühlung der Anlagen verwendete Wasser zurückgewonnen, in Kreisläufen aufbereitet und umgewälzt sowie teilweise durch Brunnenwasser ergänzt.
Nachfolgend werden die wichtigsten Ergebnisse beschrieben, die seit der Kombination der Projekte im Jahr 2010 erzielt wurden und sich auf die Anlage in Osoppo beziehen:

  • Reduzierung des Wasserverbrauchs um etwa 50 %
  • Reduzierung der Abwassermenge um 71 %
  • Jährliche Wassereinsparung von 1.000.000 m³

Zero Waste Energy

Bei der Herstellung und Umwandlung von Stahl sind die Produktionsabläufe durch einen hohen Energiebedarf gekennzeichnet. Dieser Faktor hat erhebliche Auswirkungen auf die Maßnahmen, die zur Verfolgung der für die Pittini Gruppe vorrangigen Ziele in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung ergriffen werden müssen.

Zero Waste Energy basiert auf einer genauen Erfassung aller Energiequellen und des Energieverbrauchs, auf der Zertifizierung des Managementsystems und auf der kontinuierlichen Suche nach Optimierung der Nutzung und Rückgewinnung. Eines der wichtigsten Ergebnisse ist die Fernwärmegewinnung in den Firmengebäuden in Osoppo und zugunsten des städtischen Umfelds in Verona unter Verwendung von heißem Wasser aus den Kühlkreisläufen der Anlagen.

Im Jahr 2012 erhielt Ferriere Nord S.p.A. die Zertifizierung des Energiemanagementsystems gemäß der Norm UNI EN ISO 50001.

Investitionen in erneuerbare Energien und Effizienzziele:

  • 2012: Ersatz von 6.000 m² Asbestplatten durch eine 800-kW-Photovoltaikanlage, die das Eindringen von Schadstoffen in die Umwelt verhindert und Energie aus Kraftstoff spart
  • 2013: Bau eines internen Fernwärmenetzes, das die andernfalls an die Umwelt abgegebene Wärme direkt aus dem Rauchgaskühlsystem des Schmelzofens zurückgewinnt
  • 2014: Der neue Hauptsitz der Unternehmensgruppe in Osoppo (UD) wurde so konzipiert und gebaut, dass er nahezu keine Umweltauswirkungen hat. Im Winter wird der Wärmebedarf durch die Fernwärmeleitung gewährleistet, während die Kühlung im Sommer über hocheffiziente Erdwärmepumpen mit Grundwasserkondensation erfolgt.